Marktführer Nokia verliert immer mehr an Bedeutung

Der Smartphone-Markt boomt und zeigt sich unbeeindruckt von der Weltwirtschaftskrise. Denn im letzten Jahr stieg die Anzahl der Geräte um 65 Prozent. Doch wo Gewinner sind, gibt es eben auch Verlierer. So verliert Nokia einen großen Teil seines Vorsprungs gegenüber anderen Herstellern von Smartphone Betriebssystemen.

Großer Verlust beim Marktführer – Android im Boom

Zwischen November 2008 und November 2009 war Nokia noch mit 58,5 % Marktführer auf dem Smartphone-Markt. Doch die Geräte mit ihrem Symbian-System werden nicht mehr gerne gekauft und der Marktanteil der Finnen sinkt um ganze 11,8 Prozent. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Gerade Smartphones wie das Motorola Defy oder das HTC Desire HD, welche das Betriebssystem Android nutzen werden immer beliebter auf dem Markt.
Auch wenn Googles Betriebssystem Android noch vergleichsweise neu ist, sein Marktanteil steigt rasant. Um gigantische 700 Prozent zum Vorjahr stieg der Marktanteil des Android OS auf 10,2 Prozent. Im November 2009 war der Anteil gerade mal bei 1,4 Prozent. Smartphones wie das HTC Desire HD, das mit Googles Android ausgestattet ist, werden als echter Geheimtipp unter jung und alt gehandelt.

Apples iOS gewinnt gegen Windows Phone 7

Die iPhone-Plattform iOS von Apple sichert sich einen Zuwachs von 4,3 Prozent und nimmt mit 19,5 Prozent den zweiten Platz auf dem deutschen Smartphone-Markt ein. Damit verdrängt Apples iOS die Betriebssysteme Windows Phone 7 und Windows Mobile von Microsoft auf den dritten Platz des deutschen Marktes. Das Betriebssystem von Microsoft wird immer unbeliebter und schrumpft um knapp 5 Prozent auf 13,7 Prozent des Marktanteils. Der Blackberry-Hersteller RIM bleibt auf dem deutschen Markt weiter schwach und liegt mit 4,8 Prozent auf dem letzten Platz der Smartphone Betriebssysteme. Und dass ganz im Gegensatz zum amerikanischen Markt, auf dem das Blackberry OS Marktführer ist.

Weiter steigende Beliebtheit bei den „schlauen“ Mobiltelefonen

Die Tatsache, dass 65 Prozent der gesamten Smartphone-Nutzer mindestens einmal auf das Internet zugriffen, sei beeindruckend. Auch die Apps, mit denen die Funktionen des Smartphones erweitert werden können, werden immer beliebter. Der Trend lässt darauf schließen, dass die mobilen Geräte immer mehr den Computer ersetzen. Und auch die Hersteller reagieren auf diesen Trend und stellen immer mehr Programme zur Verfügung, die den Nutzer dazu animieren, eher das Smartphone zu Rate zu ziehen, als den PC. Motorola Mobility stellte auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas sogar ein Gerät vor, das sich sowohl als normales Smartphone, als auch als kleines Netbook nutzen lässt und folgt diesem Trend gänzlich.