Regenerative Energien werden immer mehr akzeptiert

In der letzten Zeit befinden sich die Energiepolitik und deren Zukunft in den Medienberichten wieder im Vordergrund. Nach der Tragödie in Fukushima fordert eine Vielzahl der deutschen Bevölkerung den Ausstieg aus der Atomenergie. Nach der reihenweisen Abschaltung der veralteten deutschen Atomkraftwerke stehen nur noch 8 Kraftwerke zur Verfügung. Die Bundesregierung sucht nach Alternativen und einem Plan, die entstehenden Energieverluste bis 2050 zu kompensieren und vollständig auf alternativen Energiequellen Strom zu beziehen. Selbst die eingestellte Ethikkommission hat bereits festgestellt, dass alle bereits abgeschalteten Atomkraftwerke abgeschaltet bleiben können. Das würde nicht zu Versorgungsengpässen führen. Allerdings ist es notwendig im Süden verstärkt stromerzeugende Werke zu errichten, um Atomenergie komplett abbauen zu können. Bisher wird der Großteil des deutschen Stroms im Norden produziert. Mit dieser Tatsache begründet man den unsinnigen Ausbau von Stromnetzen in den Süden. Ein Atomenergieausstieg ginge schneller und effizienter, wenn der Süden Deutschlands selbst Strom erzeugen würde. Ein weiterer effizienter Weg wäre die Kraft-Wärme Kopplung (z. B. Blockheizkraftwerke). Diese Art der Energieerzeugung hätte zum Resultat, dass Strom kostengünstig erzeugt werden könnte (spürbarere Senkung des Strompreises), was allerdings im Widerspruch mit der Geldgier der Energiekonzerne steht und daher von diesen blockiert wird. Durch das Unglück in Japan bekommen die regenerativen Energien wesentlich mehr Bedeutung, aber welche Energieträger und Möglichkeiten gibt es?

Wasserkraft als Energiequelle

Wasserkraftwerke verwenden wie der Name schon sagt Wasserkraft als Energiequelle. Es wird kinetische Energie in mechanische beziehungsweise elektrische Energie umgewandeln. Die Wassergeschwindigkeit, die auf das Wasserrad wirkt, trägt zur Energiegewinnung bei. Durch diesen Prozess kann die kinetische Energie des abfließenden Wassers in mechanische Energie umgewandelt werden. Durch die Unabhängigkeit von Wettereinflüssen, kann dieses Kraftwerk 24 Stunden am Tag betrieben werden. Weitere Bespiele sind Pumpspeicher-, Gezeiten- und Wellenkraftwerke. Das effektivste Werk befindet sich in Russland und liefert bis zu 6 Gigawatt.

Windkraft zur Stromerzeugung

Die Windkraftanlagen benutzen logischerweise Windkraft zur Stromerzeugung, indem sie die kinetische Energie in elektrische umwandeln. Durch die Windgeschwindigkeit entstehende Bewegungsenergie rotieren die Rotorblätter der Anlage. Dabei entsteht die Energie, welche an den Generator weitergegeben und ins Netz eingespeist wird. Diese Form der Energiegewinnung ist stark Wetterabhängig. Trotzdem ist dieser Energieträger eine der begehrtesten Möglichkeiten der Bundesregierung für die regenerative Stromerzeugung. Der größte Windpark Europas befindet sichRumänien, welcher bis zu 600 Megawatt Leistung erwirtschaften kann. Weitere Möglichkeiten zur alternativen Energieerzeugung sind Photovoltaikanlagen, Geothermische Anlagen und Energie aus Biomasse. Bei den Solaranlagen werden Sonnenstrahlen mittels Solarzellen und der entsprechenden thermischen Energie in elektrische Energie umgewandelt. Diese Technik ist aber bei weitem noch nicht ausgereift. Bisher beläuft sich die Gesamtleistung auf 18 Gigawattstunden in Deutschland, welche wieder Abhängig von den Wetterverhältnissen sind. Die geothermischen Anlagen könnten rechnerisch und theoretisch für die nächsten 100.000 Jahre als Energiequelle dienen, aber durch ihre räumliche Begrenzung (an denen sich ein Kraftwerksbau wirklich lohnt), ihren bisher geringen technischen Nutzen und der Ungewissheit, welche Auswirkungen dieser Prozess hat, sind sie für die Energiekonzerne unattraktiv. Fazit des Ganzen: Der Ausstieg aus der Atomenergie dürfte in der Theorie keine Schwierigkeiten bereiten, würden wir nicht in einer kapitalistischen Welt leben.