Clientbasierte und serverseitige Browsergames

Die Zukunft der Computerspiele liegt aufgrund des technischen Fortschritts im Online-Bereich. Die Browsergames-Szene, die sich etwa ab dem Jahr 2003 kontinuierlich entwickelte weist ein sehr starkes Wachstum auf. Da Browsergames kostenlos sind und Downloads und Installationen auf dem eigenen Rechner nicht notwendig sind erfährt dieser Bereich Millionenzuwächse an Spielern. Der Begriff Browserspiele stammt vom englischen Wort Browsergames ab, weswegen auch bei uns in Deutschland oft die Rede von Browsergames ist. Wie sich von diesem Namen ableiten lässt, handelt es sich dabei um ein Computerspiel, das einen Webbrowser als Benutzerschnittstelle nutzt. Zu diesen Browsern zählen hauptsächlich der Internet Explorer, Mozilla Firefox, Opera, Google Chrome oder auch Apples Browser Safari.

Wenn man das Genre allerdings etwas genauer betrachtet, kann man zwischen zwei Arten von Browsergames unterscheiden : Zum einen gibt es die serverseitigen Browserspiele, welche deutlich häufiger vorkommen und verbreiteter sind als die zweite Art, die auch als clientseitige Browserspiele oder Clientgames bezeichnet werden. Unter serverseitigen Browsergames versteht man eine Klasse von Online Games, die kostenlos und ohne Download direkt im Browser gespielt werden. Serverseitige Online Spiele benötigen eine dauerhafte Internetverbindung, da die Berechnung auf einem Server abläuft. Man kann serverseitige Games schnell und unkompliziert auf jedem beliebigem PC spielen. Es können sehr viele Spieler gleichzeitig an serverseitigen Browserspielen teilnehmen. 1997 startete das erste große Massively Multiplayer Online Role-Playing Game (MMORPG), bei dem mehrere zehntausend Spielern gleichzeitig spielen konnten. Meist sind diese Browsergames rundenbasierend und thematisieren Genres wie Simulation-, Strategie- und Rollenspiel. Online Spiele, für die eine schnelle Benutzerinteraktion und Echtzeitgrafiken erforderlich sind, setzen häufiger auf die Clientbasierte Variante. Zu den wichtigtsten und bekanntesten dieser Games zählen unter anderem das Mittelalterstrategiespiel „Die Stämme“, das Weltraumspiel „Dark Orbit“ oder aber auch der Landwirtschaftssimulator „Farmerama“.

Im Gegensatz dazu stehen die clientseitigen Browserspiele, diese immer mit einem Download verbunden sind. Bei Clientbasierten Spielen läuft die Berechnung des Spielgeschehens auf dem lokalen Computer ab. Um ein solches Game überhaupt spielen zu können, lädt der Spieler einen sogenannten Client, also eine Zugangsdatei, auf seinen PC herunter und installiert damit das Spiel, was schon einmal ausschließen lässt, dass ein Clientgame wie ein serverseitges Browsergame auf jedem beliebigen PC schnell gespielt werden kann. Nach der Installation verbindet sich der nun fertige Client, welcher nun auf dem Desktop sichtbar ist, mit dem Gameserver und tritt damit dem Spiel bei. Der mit Abstand bekannteste Vertreter dieser Klasse von Onlinegames ist das Spiel „World of Warcraft“.
Der Vorteil von Clientgames liegt bei der oftmals besseren grafischen Umsetzung in Echtzeitgrafiken und im dynamischeren Gameplay (schnellere Benutzerinteraktion möglich) , wobei auch in diesen Punkten die Qualität der serverseitigen Browserspiele inzwischen nicht mehr schlecht ist.

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