Wie verläuft der Registrierungsprozess einer Domain?

Der Registrierungs-Prozess verläuft aktuell wie folgt:

– Der Registrant beantragt bei einem Registrierungs-Dienstleister die Registrierung einer Domain-Adresse. Zuerst wird überprüft, ob der Domain-Name noch verfügbar ist bzw. ob eventuelle Namensrechte Dritter zu berücksichtigen sind.

Weiterhin werden vom Dienstleister zwingend erforderliche Angaben des Registranten abgefragt, die je nach Top-Level-Domain unterschiedlich umfangreich sein können. Typische Angaben sind hier z.B. technische und administrative Ansprechpartner beim Registranten, eine ladungsfähige (d.h. im juristischen Sinne geeignete) Postanschrift, gültige Nameserver für die Domain usw.

Die dabei entstehenden Kosten sind, abhängig von der gewünschten Top-Level-Domain, sehr unterschiedlich. Bei manchen TLDs ist die Einrichtung kostenfrei, bei anderen können einmalige Kosten bis zu 150 Euro entstehen. Weiterhin werden für die Nutzung der Domain Kosten zwischen 5 und über 100 Euro pro Jahr berechnet.

– Im nächsten Schritt überprüft der Registrar die Vollständigkeit und Korrektheit der erforderlichen Angaben und leitet diese zur technischen Umsetzung an die zuständige Registry weiter.

– Die Aufgabe der Registry besteht nun darin, die Domain-Adresse im weltweiten Domain-Name-System bekannt zu machen. Dieses System wird aus einer Vielzahl technischer, organisatorischer und politischer Gründe nicht durch einen einzigen Domain-Name-Server betrieben, sondern durch einen Server-Verbund. Im weitesten Sinn kann man diese Vorgehensweise mit der Zusammenarbeit der verschiedenen nationalen Postbehörden bei der Zustellung internationaler Briefsendungen vergleichen.

Dies bedeutet unter anderem, dass es bis zu 48 Stunden dauern kann, bis der Eintrag der neuen Domain zu allen zuständigen Name-Servern weitergereicht wurde. Erst dann ist der Prozess der Konnektierung abgeschlossen und der Computer des Registranten weltweit unter der Domain-Adresse erreichbar.

Schlagwörter: , , ,