Landwirtschaftliche Maschinen blicken auf eine lange Entwicklung zurück

In den vergangenen 150 Jahren war die Landwirtschaft zahlreichen Veränderungsprozessen ausgesetzt, die sich auch in den landwirtschaftlichen Maschinen zeigen. Erhöhte Flächenproduktion durch Fruchtfolgen, Düngung und Züchtung gingen mit der Entwicklung neuer Maschinen einher und steigerten die Produktivität.

Produktionstechnik bis zum 19. Jahrhundert
Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich die Produktiontechnik kaum verändert. Hier standen als Arbeitsgeräte vor allem Handgeräte zur Verfügung: Sensen, Karste, Gabeln, Dreschflegel, Rechen, Kultivatoren, Egge und Pflug waren neben den tierischen Zugkräften hauptsächlich im Einsatz.
Der Schlepper verdrängte langsam das Pferd als Zugkraft von den Feldern und Äckern und wurde schnell zur Haupteinsatzmaschine, die ganze Arbeitsketten bewältigen konnte. Mit dem Schlepper konnten Arbeitsabläufe von der Aussaat, dem Pflügen bis hin zur Pflege, Düngung und Ernte leichter bewältigt werden. Diese Vollmechanisierung ermöglichte eine höhere Produktivität bei vermindertem menschlichen Arbeitseinsatz.

Mechanisierungsschritte
Die Dreschmaschine war ein Meilenstein der Mechanisierung der Landwirtschaft. Wo früher Muskelkraft zum Einsatz kam, stand nun die Dreschmaschine, die schneller und effektiver arbeitete. Ende des 19. Jahrhunderts kamen die ersten motorbetriebenen Zugmaschinen zum Einsatz, die jedoch zunächst sehr schwach waren. Die Zugmaschinen gelten jedoch als die Vorläufer der heutigen Traktoren. Etwas größere Betriebe setzen langsam die so genannten Lokomobile ein, die eine verlässliche Größe darstellten und als große Kraftquelle zur Verfügung standen. Weitere Geräte wie zum Beispiel die Ballenpresse oder Weidezäune wurden nun erfunden und erleichterten die Arbeit der Bauern. Heute sind zahlreiche Weidezaunanbieter am Markt, die die Arbeit erleichtern.

Traktoren als Meilensteine
Die Weiterentwicklung des Traktors und des Ackerschleppers brachte weitere Fortschritte. Um 1930 wurde der selbstfahrende Mähdrescher in den USA entwickelt. Der Einsatz dieser Geräte vollzog sich allerdings in Deutschland erst später, denn hier gab mehr kleinere Betriebe, bei denen sich die Anschaffung der kostspieligen Gerätschaften nicht lohnte. Erst in den 50er Jahren war der Traktor in Deutschland weit verbreitet und mit diesem begann auch eine rasante Weiterentwicklung der Technik.